Pexophagie – Autophagie war gestern! Muss man wirklich fasten, um ein langes und gesundes Leben zu führen ?

Aktivwasser Autophagie Fasten

Was bedeutet Autophagie und was hab ich davon ?

Autophagozytose oder Autophagie, bezeichnet einen Prozess in unserem Körper, bei dem wir unsere Zellen mehr oder weniger selber verdauen bzw. verwerten. “Auto” = selbst, “phagie” = essen. Was sich auf den ersten Blick sehr unappetitlich und ungesund anhört, hat durchaus gesundheitliche Vorteile. Auf zellulärer Ebene werden schädliche Proteine entfernt, um zum Beispiel neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson vorzubeugen. Um sich das ganze etwas bildlicher Vorzustellen, kann man Autophagie mit dem Hausputz vergleichen. Die ganze Wohnung soll glänzen und strahlen.

Doch dass ist nicht alles, Autophagie fördert unsere Energieproduktion und die Bildung von gesunden Zellen und hat somit einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unsere Regeneration. Diese Art der Regeneration wirkt sich positiv auf Aspekte wie Anti-Aging und die Vorbeugung von Entzündungen und Infektionen, bis hin zur Vorbeugung von Erkrankungen wie Demenz aus.

Das Ganze macht aus evolutionärer Sicht natürlich Sinn, unsere Vorfahren musste gerade in Zeiten von akutem Hunger, ihre Energiereserven mobilisieren, um doch noch Nahrung zu finden bzw. ein Tier zu erlegen.

Autophagie: 4 praktische Tips für einen spürbaren Effekt

Wie kann ich nun die körpereigene Autophagie aktivieren ? Die gute Nachricht ist, die meisten Möglichkeiten seine Autophagie zu aktivieren sind völlig kostenlos.

1. Intervallfasten

Studien zu folge tritt Autophagie nach ca. 16-18 Stunden ohne Nahrungsaufnahme ein. Dies kann zum Beispiel mit Intervallfasten erreicht werden. Man nimmt seine letzte Malzeit am Vorabend gegen 18:00 Uhr ein und bricht das fasten (breakfast) mit einem Frühstück/Mittagessen am nächsten Tag gegen 11:00 Uhr.

2. Keto oder Low Carb Diät

Eine Ernährung reich in Fett und gering in Kohlenhydraten hilft nicht nur überschüssige Pfunde loszuwerden, sondern unterstützt den Körper auch in den Zustand der Autophagie zu treten. Besonders bei Ketogener Ernährung, bekommt der Körper seine Energie durch die Verbrennung von Fett anstatt Kohlenhydraten (Zucker), dies gauget dem Körper vor, das er sich in einem Zusand des Fastens befindet.  

3. Sport

Viele Studien belegen mittlerweile das Sport die Autophagie unterstützt. Insbesondere HIIT (high Intensive Interval Training) führt kurzzeitig zu Stress im Körper. Das Training sollte mindestens 30 Minuten betragen, um einen spürbaren Effekt zu erziehen und somit Autophagie zu aktivieren. Doch Vorsicht, die Dosis entscheidet über Nutzen bzw. Schaden. Zu viel des hoch intensiven Trainings schadet mehr als es hilft, weil es zuviel Stress produziert. 

4. Erholsamer Schlaf

Hier haben wir eine Win-Win Situation, um so mehr Autophagie um so besser der Schlaf. Um so besser der Schlaf desto leichter fällt es dem Körper Autophagie zu aktivieren. Gesunde Schlafqualität, beschreibt nicht die länge unseres Schlafes, sondern wie lange unsere Tiefschlafphasen andauern. Die Tiefschlafphasen, auch bekannt als REM (Rapid Eye Movement) haben einen großen Einfluss auf unser allgemeines Wohlbefinden. Ihr könnt eure Tiefschlafphasen mit sogenanten Biofeedback Devices wie dem OURA Ring messen. Ein Besuch im Schlaflabor ist daher in den meisten Fällen nicht nötig.

Pexophagie: Der Teil der Autophagie auf den es wirklich ankommt!

Bei der Erklärung von Autophagie haben wir uns anfänglich den Vergleich zum Hausputz zu nutze gemacht. So wie unsere Wohnungen bzw. Häuser werden auch wir älter, sodass trotz der besten Reinigung die Jahre ihre Spuren hinterlassen. Daher macht es Sinn die Reinigung so effektiv wie möglich durchzuführen aber auch im Hinterkopf zu haben das zu viel Reinigung (Autophagie) eher schadet als hilft.

Das Thema Autophagie und Intervalfasten existiert nun schon seit einigen Jahren, aber in jüngster Zeit häufen sich die Fälle von Problemen, gerade bei Personen die das Ganze übertreiben. Auch hier ist wieder die Balance entscheidend. Unsere Vorfahren haben auch nicht ständig gehungert, sondern es gab Zeiten von Hunger aber auch Zeiten in denen reichlich Nahrung über längere Zeiträume vorhanden war. Quelle: Feast and Famine

Wenn wir uns die Autophagie im Detail anschauen, sticht ein Teil besonders heraus: Peroxisomen. Peroxisomen sind kleine Organellen in unsern Zellen. Sie verbrennen langkettrige Omega Fettsäuren und erhalten die Balance der freien Radikale im Zellinneren. Somit sind sie essentiell für unser Immunsystem.

Diese Peroxisomen für unsern Hausputz zu aktivieren ist unser Ziel. Den Prozess hierzu nennt man Pexophagie. 

 

 

Pexophagie: Warum spielen Peroxisomen eine so große Rolle vor allem im Anti-Aging Bereich

Bis vor kurzem Standen unsere Körpereigenen Energiekraftwerke, die Mitochondrien im Mittelpunkt der Anti-Aging Forschung. Sämtliche Therapie haben sich darauf konzentriert. Der Erfolg der Therapien ist leider minimal und Nahrungsergänzungsmittel wie NAD+, haben den Glanz von einst verloren. Ein Größteil der Lösungen haben sich auf Antioxidantien in den Mitochondrien fokusiert, um den Alterungsprozess zu verlangsamen. Kleine Menge von Antioxidantien sind durchaus hilfreich damit unser Körper optimal funktioniert, größere Mengen bewirken leider das Gegenteil und bringen unsere Mitochondrien in einen pro-oxidativen Zustand.

Neuere Forschungsergebnisse empfehlen daher, die Mitochondrien nicht direkt zu addressieren, sondern sich auf deren “Co-Organ” die Peroxisomen zu fokusieren, um erfolgreiche Anti-aging Strategien zu fördern.

Pexophagie: Aktivierung unserer Peroxisomen | Das Was, Wie und Wann!

Im laufe unseres Lebens werden die Peroxisom Membranen immer weniger durchlässig. Die Anti-oxidant Catalase kann nicht mehr länger unsere Peroxisom Membran durchdringen. Die empfindliche Balance zwischen Catalase und freien Radikalen in unseren Zellen wird gestört. Wenn dies passiert, wechselt unser Körper von einem sogenanten Anti-Aging Programm in ein Pro-Aging Programm und wir altern quasi schneller, weil wir bereits alt sind. Eine Art Rückkoppelungsschleife.

Die gute Nachricht ist, dieses Pro-Aging Programm können wir wieder in ein Anti-Aging Programm zurück wechseln.

Pexophagie ist einzigartig unter den Prozessen, die für unseren “Hausputz” zuständig sind und hat wie bereits erwähnt einen sehr positiven Einfluss auf unser altern. Pexophagie hilft uns fit und jung zu bleiben.

Doch wie kann man Pexophagie aktivieren ?

Dies ist gar nicht so schwierig, am effektivsten ist die Wirkung allerdings direkt nach einen Intervallfasten, quasi auf nüchternen Magen.

3 Möglichkeiten Pexophagie zu aktivieren

1. Omega 3 Fettsäuren

Wie bereits im Vorfeld erwähnt ernähren sich die Peroxisomen von langkettrigen Omega Fettsäuren mit anderen Worten als Omega 3 Fettsäuren. Hier empfehlen wir die natürliche Versorgung mit Omega 3 über zum Beispiel Lachs oder in konzentrierter Form als Lachseier auch bekannt als Kaviar. Omega 3 Fischölkapseln können gerade für Veganer auch eine Alternative sein. Hierbei ist aber besonders auf die Qualittät zu achten, da diese Fettsäuren besonders extrahiert schnell oxidiert und die Bioverfügbarkeit geringer ist als bei vollwertigen Lebensmitteln wie Fischeiern.

2 . Kleine Helfer Moleküle

Sowohl Berberine als auch Ptersostibene, können Helfen Pexophagie zu aktivieren. Bitte lasst euch gerade bei Pflanzenextrakten ausreichend beraten, nur weil es aus der Natur kommt ist es nicht gleich ungefährlich und sollte auch nicht zu oft eingenommen werden.

3. Molekularer Wasserstoff
Molekularen Wasserstoff vor allem in Form eines Aktivwasser können wir uneingeschränkt empfehlen und ist besonders wirksam in Kombination mit bioverfügbaren Omega 3 Fettsäuren.

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